Periode verschieben

Die Menstruation oder Regelblutung markiert den Anfang des Zyklus und wird daher als erste Phase des Menstruationszyklus vor Eisprung und fruchtbarer Phase bezeichnet. Es ist möglich, die Menstruation mittels einiger verschiedener Medikamente und Präparate zu beeinflussen. So kann die Periode verzögert werden. Das am weitesten verbreitete Medikament ist Primolut-Nor (Norethisteron). Das Medikament ist sicher, es wurde klinisch getestet und bietet geprüfte Wirksamkeit. Die Risiken bei der Verwendung von Medikamenten zum Verschieben der Periode sind gering und Nebenwirkungen sind selten und wenn nur sehr geringfügig. Eine genauere Erklärung, wie die Medikamente wirken, können Sie weiter unten auf dieser Seite finden.

Schneller Überblick über Menstruation
Die Menstruation ist, wie schon beschrieben, der erste Teil des weiblichen Menstruationszyklus.
Der Vorgang wird durch Hormone kontrolliert und beinhaltet, dass Frauen Blutungen ihrer Gebärmutterschleimhaut erleben. Der hauptsächliche Zweck ist, dass die alte Gebärmutterschleimhaut (auch Endometrium genannt) abgestoßen wird, wenn die Frau nicht schwanger ist, um eine neue Schleimhaut aufzubauen. Diese Blutung tritt einmal im Monat während des Menstruationszyklus auf. Eine Frau bekommt ihre erste Periode während der Pubertät, das exakte Alter kann sich aber sehr unterscheiden. Die letzte Menstruation tritt in der Menopause auf und auch hier kann das konkrete Alter unterschiedlich sein.

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Der Ausfluss während einer Monatsblutung besteht aus Blut und Gewebe. In den meisten Fällen dauert die Blutung zwischen 3 und 7 Tagen, diese Dauer aber ist individuell sehr unterschiedlich. Das neue Endometrium bildet sich mit fortschreitendem Zyklus und wird während der nächsten Blutung wieder abgestoßen.

Anzeichen und Symptome
Veränderungen im Hormonhaushalt in Verbindung mit einem für den Körper sehr energieintensiven Vorgang und Blutverlust können physische Symptome hervorrufen. Diese werden oft prämenstruelle Symptome oder prämenstruelles Syndrom (PMS) genannt. Die Symptome können mehr oder weniger schwerwiegend sein.
Dabei sind Schmerzen das wahrscheinlich am häufigst auftretende Symptom. Der Schmerz wird für gewöhnlich durch Muskel-Kontraktionen ausgelöst und tritt während der Menstruation auf. Er kann in mehreren Körperregionen gefühlt werden, meistens jedoch als Druckschmerz in den unteren Regionen des Bauches. Er kann auch ausstrahlen und sich in der Leiste und dem unteren Rücken bemerkbar machen. Normalerweise sind die Schmerzen eher mild und verursachen geringe Beschwerden. Aber auch hierbei gibt es eine hohe Variabilität und es ist nicht ungewöhnlich, dass die Schmerzen sehr intensiv sind und gleichzeitig mit anderen Problemen auftreten, wie Übelkeit, Durchfall, Kopfschmerz oder Erbrechen. Wenn solcher Schmerz auftritt oder andere Symptome auftreten und stark sind, können Schmerzmittel zur Linderung notwendig sein.

Weitere Symptome, die auftreten können:

  • Schwere Blutungen
  • Gesteigerter Appetit
  • Stimmungsschwankungen, z.B. leicht reizbar oder zornig
  • Schwäche
  • Kopfschmerz
  • Rückenschmerzen
  • Brustschmerzen

Wie kann die Periode verzögert werden?
Manchmal möchten Sie vielleicht Ihre Menstruation verschieben und mit den richtigen Medikamenten ist das sicher und ohne Nachteile machbar.
Der Menstruationszyklus wird durch Hormone ausgelöst. Durch die Anwendung bestimmter Medikamente, die genau die richtige Hormon-Mischung enthalten, ist es möglich, den Zyklus sicher und sanft zu beeinflussen. Dafür gibt es Arzneimittel und Präparate, die aktiv die Menstruation beeinflussen können und bestimmen, wann diese stattfindet. Es existieren zwei maßgebliche Methoden, die Regelblutung zu verschieben:

  • Medikamente, welche die Periode durch die Zuhilfenahme von Hormonen wie Progestinen verzögern
  • Pillen zur Empfängnisverhütung

Verzögerung der Menstruation durch die Antibabypille
Antibabypillen sind regelmäßig und oral einzunehmende Hormonpräparate, die normalerweise dazu genutzt werden, die Ovulation, also den Eisprung, durch eine Kombination aus Östrogen und Gestagen zu verhindern. Die Pille ist also in erster Linie ein Mittel zur Empfängnisverhütung und ursprünglich nicht dazu konzipiert, die Regelblutung hinauszuzögern.
Das Präparat kann allerdings auf Grund der beinhalteten Hormone den gewünschten Effekt erzielen. Sie können das Auftreten der Menstruation beeinflussen, indem Sie die Dosis temporär ändern oder die Anwendung variieren. Das Resultat kann unterschiedlich ausfallen, da das Verzögern der Periode nicht die ursprüngliche Anwendung der Pille ist. Außerdem funktioniert es nur bei regelmäßiger Einnahme.

Um mittels Kontrazeptiva die Regelblutung zu verschieben, müssen Sie die Art und Weise der Einnahme ändern. Unter normalen Umständen wird die laufende Behandlung unterbrochen. In diesem Zeitraum werden keine Pillen (oder Zucker/Placebo-Pillen) eingenommen. Die Menstruation findet dann während dieser Unterbrechung statt.
Antibabypillen können genutzt werden, um die Menstruation zu verzögern, indem die Einnahme der Placebo-Pillen übersprungen wird oder die Unterbrechung nicht stattfindet. Das bedeutet ganz simpel, dass Sie die nächste Packung anfangen, sobald die alte aufgebraucht ist. Wie viele Pillen Sie einnehmen sollten, hängt davon ab, für wie lange Sie Ihre Menstruation verschieben wollen. Es kann sich um ein paar Tabletten handeln, wenn Sie Ihre Regelblutung nur ein paar Tage hinauszögern wollen bis zur ganzen Packung, wenn die Blutung für mehrere Wochen übersprungen werden soll. Die Blutung wird wieder stattfinden, wenn keine Pillen mehr eingenommen werden oder zu Zucker/Placebo-Pillen gewechselt wird.

Medikamente zur Verschiebung der Menstruation
Es gibt sichere Medikamente mit gutem, geprüften Effekt, welche die Menstruation stoppen können. Für gewöhnlich enthalten sie eine hohe Dosis Progestagene (Progestin). Diese Hormone treten natürlicherweise im Körper auf und sind wichtige Hormone im Menstruationszyklus.

Präparate zur Verzögerung der Regelblutung funktionieren oft über die Nachahmung der Funktion von Progestagenen, was eine temporäre und natürliche Lösung mit geringen Risiken darstellt. Diese Arzneimittel sind in der Regel verschreibungspflichtig.

Solche Präparate können von Frauen eingenommen werden, die keine sonstigen, oral anzuwendenden Kontrazeptiva einnehmen. Frauen, die die Antibabypille bereits einnehmen, können sie zwar auch verwenden, sollten aber vorher mit ihrem Arzt genau abklären, in welcher Kombination die Medikamente eingenommen werden sollten.

Wie funktioniert das?
Medikamente zur Verzögerung der Menstruation beinhalten, wie schon erwähnt, hohe Dosen an Gestagen. Wenn Gestagen (Progestin) eingenommen wird, behält der Körper die Gebärmutterschleimhaut, was den Prozess der Abstoßung nach hinten verschiebt. Der praktische Nutzen ist, dass dadurch die Blutung verzögert wird.

Eine detailliertere Erklärung des Vorgangs benötigt einen kurzen Überblick über die Funktion von Progestin im Menstruationszyklus. Gestagen ist für ein gesundes und kräftiges Wachstum der Gebärmutterschleimhaut verantwortlich. Ein starkes Endometrium ermöglicht es der Eizelle sich einzunisten und während der Schwangerschaft zu wachsen. Eine verhältnismäßig große Menge an Progestin wird während der Schwangerschaft vom Körper freigesetzt und die Level bleiben über den gesamten Zeitraum hoch. Das Progestin-Level fällt jedoch, wenn innerhalb des Menstruationszyklus keine Befruchtung stattfindet, was die Gebärmutterschleimhaut schwächt und schließlich dazu führt, dass sie sich ablöst und vom Körper ausgeschieden wird.

Arzneien, die dem Körper Progestin zuführen, helfen dem Endometrium in einem stabilen Zustand zu verbleiben, anstelle von Ablösung und Abstoßung durch den Körper. Dieser Effekt dauert so lange an, wie das Produkt eingenommen wird. Ihr Körper wird die normale Funktion wieder aufnehmen, sobald Sie das Medikament absetzen.

Risiken und sichere Anwendung
Medikamente zur Menstruationsverzögerung beinhalten sehr wenige Risiken. Die Veränderungen im Hormonhaushalt sind nicht langanhaltend. Die Risiken für Nebenwirkungen sind gering und treten wenn überhaupt nur äußerst geringfügig auf.

Solche Nebenwirkungen können zum Beispiel Schwindelgefühl, Fieber, Gewichtszunahme, Depression, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwellungen oder Flüssigkeitsansammlungen und Veränderungen im Appetit sein. Sehr seltene Nebenwirkungen können Schlaflosigkeit oder ein hoher Blutzuckerspiegel sein.